Standard · MCP

MCP-Server für Buchhaltung:
DATEV, Lexware und sevDesk im Vergleich.

Wer seine Zahlen im KI-Chat auswerten will, kopiert sie normalerweise hinein — und erzeugt damit eine unkontrollierte Kopie seiner Geschäftsdaten. Das Model Context Protocol dreht das um: dein Agent fragt die Daten dort ab, wo sie liegen, mit deiner Freigabe und nur so lange, wie du sie erteilst.

MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard, über den ein KI-Client auf externe Datenquellen und Werkzeuge zugreift. Für die Buchhaltung heißt das: dein Agent liest deine echten Buchungen und Belege — statt dass du sie in ein Chatfenster kopierst.

Grundlagen

Was MCP ist —
in drei Sätzen

Ein Standard, keine Integration pro Tool

Vor MCP brauchte jede Kombination aus KI-Client und Datenquelle ihre eigene Anbindung. MCP definiert stattdessen eine gemeinsame Sprache: ein Server stellt Werkzeuge bereit, ein Client ruft sie auf. Derselbe belege.ai-Server funktioniert deshalb mit Claude, ChatGPT, Codex und Hermes Agent — die Bedienoberfläche unterscheidet sich, der Datenzugriff nicht.

Werkzeuge statt Textblöcke

Ein MCP-Server liefert dem Modell keine Textwand, sondern klar umrissene Werkzeuge mit typisierten Parametern: eine Abfrage, ein Belegbild, ein Link, eine Währungsumrechnung, das Starten einer Belegsuche. Das Modell entscheidet, welches Werkzeug passt — was es damit anrichten kann, entscheidet der Server.

Autorisierung gehört dazu

Der Zugriff läuft über OAuth 2.1 mit PKCE: du meldest dich bei belege.ai an und bestätigst die Freigabe. Es wandert kein Passwort in eine Konfigurationsdatei, und du kannst den Zugang jederzeit unter API-Tokens widerrufen — ohne etwas anderes zu ändern.

Vergleich

Vier Buchhaltungssysteme,
ein MCP-Server

DATEV Unternehmen OnlineLexware OfficesevDeskADDISON Direkt
Datenzugriff Read-only auf die Belege und Buchungen in belege.ai — DATEV selbst bietet keine MCP-SchnittstelleRead-only auf die täglich aus Lexware Office synchronisierten Buchungen und BelegeRead-only auf die Buchungen und Dokumente im belege.ai-DatenbestandRead-only auf den belege.ai-Datenbestand — ADDISON gibt keine Buchungen zurück
Schreibrechte Keine — freies SQL-Schreiben weist Postgres ab; der DATEV-Export bleibt im Web-UIKeine — die Zuordnung gefundener Belege übernimmt die Lexware-Integration, nicht der AgentKeine — die Übergabe in den Beleg-Eingang übernimmt die sevDesk-Integration, nicht der AgentKeine — den Belegversand löst belege.ai aus, nicht der Agent im Chat
Belegsuche Gebündelter Suchlauf für ausgewählte Buchungen, Rückfragen über TelegramGebündelter Suchlauf für offene Lexware-Buchungen, Rückfragen über TelegramGebündelter Suchlauf für offene Belegfälle, Rückfragen über TelegramGebündelter Suchlauf für ausgewählte Buchungen, Rückfragen über Telegram
Exportweg Format-700-Buchungsstapel (EXTF) inklusive Belegbilder für DATEV Unternehmen OnlineZuordnung des gefundenen PDFs zur passenden offenen Lexware-BuchungUpload des gefundenen PDFs in den sevDesk-Beleg-EingangBelegversand per E-Mail an die Upload-Adresse des ADDISON-Belegordners
OAuth-Anmeldung OAuth 2.1 mit PKCE, Token jederzeit widerrufbarOAuth 2.1 mit PKCE, Token jederzeit widerrufbarOAuth 2.1 mit PKCE, Token jederzeit widerrufbarOAuth 2.1 mit PKCE, Token jederzeit widerrufbar
Mandantentrennung Row-Level Security je Konto und OrganisationRow-Level Security je Konto und OrganisationRow-Level Security je Konto und OrganisationRow-Level Security je Konto und Organisation
Leseverbindung zurück Nein — sichtbar ist allein der in belege.ai protokollierte ÜbergabestatusJa — die in Lexware Office erfassten Buchungen werden eingelesenJa — Buchungen und Dokumente werden mit belege.ai abgeglichenNein — sichtbar ist allein der in belege.ai protokollierte Übergabestatus

Warum Buchhaltung

Ein guter Anwendungsfall,
aus vier Gründen

Die Daten sind heikel

Kontobewegungen, Bewirtungsteilnehmer, Reisewege: nichts davon gehört in eine Zwischenablage. Ein Zugriff mit Freigabe und Widerruf ist strukturell sauberer als eine Kopie, die niemand mehr einsammeln kann.

Die Fragen sind spontan

„Was habe ich dieses Jahr für Software ausgegeben?“ ist keine Auswertung, für die man einen Report baut. Genau solche Fragen beantwortet ein Chat gut — wenn er an die echten Daten kommt.

Die Grenze ist klar zu ziehen

Buchhaltung trennt sauber zwischen Nachsehen und Verändern. Lesen darf viel, Schreiben fast nichts — eine Unterscheidung, die sich technisch durchsetzen lässt, statt sie dem Modell zu überlassen.

Aus der Antwort folgt eine Aktion

Wer sieht, dass sieben Buchungen keinen Beleg haben, will sie nicht abschreiben, sondern etwas dagegen tun. Genau dafür gibt es das Werkzeug, das für ausgewählte Transaktionen einen Suchlauf startet.

Zugriffsgrenze

Was der Zugriff darf —
und was nicht

Gesperrt

  • Freie schreibende SQL-Abfragen: INSERT, UPDATE und DELETE weist Postgres ab
  • Zugriff auf Daten anderer Konten — Row-Level-Security lässt nur die eigenen Zeilen zu
  • Dauerhafter Zugang ohne Widerruf: Tokens lassen sich jederzeit entziehen
  • Stillschweigende Änderungen an deiner Buchhaltung ohne Spur

Erlaubt

  • Lesende Abfragen auf die eigenen Buchungen, Belege und Dokumente
  • Belege als Bild laden oder einen klickbaren Link zum Dokument erzeugen
  • Beträge mit historischen EZB-Kursen in eine andere Währung umrechnen
  • Für ausgewählte Transaktionen eine gebündelte Belegsuche starten und ihren Fortschritt verfolgen
  • Eine offene Rückfrage des Suchlaufs beantworten oder eine Buchung mit Begründung als „kein Beleg nötig“ markieren

So sieht's aus

Eine Frage im Chat.
Ein abgelegter Beleg am Ende.

belege.ai
online
Was habe ich 2026 bisher für Cloud-Dienste ausgegeben? 12:30
4.812,60 € über 38 Buchungen. Größte Posten: AWS, Hetzner, Cloudflare. 12:31
Bei 3 dieser Buchungen fehlt noch der Beleg. Soll ich die Suche starten? 12:31
Ja, bitte. 12:30
Hetzner und Cloudflare hatte ich im Postfach. AWS verlangt einen Bestätigungscode — welcher steht in deiner SMS? 12:31
884215 12:30
Alle drei Belege da
AWS_Invoice_Maerz_2026.pdf
PDF
146,90 € · der Buchung vom 31.03. zugeordnet. Damit ist der Cloud-Posten vollständig belegt.
12:31
Nachricht

FAQ

Häufige Fragen

Was ist MCP?

Das Model Context Protocol ist ein offener Standard, über den KI-Clients auf externe Datenquellen und Werkzeuge zugreifen. Statt für jede Kombination aus Modell und Datenquelle eine eigene Integration zu bauen, stellt ein MCP-Server Werkzeuge bereit, die jeder standardkonforme Client aufrufen kann.

Welchen MCP-Server nehme ich für DATEV, Lexware oder sevDesk?

In allen drei Fällen denselben: den belege.ai-MCP-Server. Er liest die Buchungen und Belege, die mit deinem Buchhaltungssystem abgeglichen werden — der Unterschied liegt im Rückweg: nach DATEV Unternehmen Online per Format-700-Export, in Lexware Office per Zuordnung zur offenen Buchung, in sevDesk per Upload in den Beleg-Eingang.

Gibt es offizielle MCP-Server von DATEV, Lexware oder sevDesk?

Nein — von den Herstellern selbst gibt es derzeit keinen offiziellen MCP-Server. Was existiert, sind Community-Projekte, die die jeweilige API generisch als Werkzeuge verpacken. Der belege.ai-MCP-Server verfolgt einen anderen Zweck: Er ist auf fehlende Belege und Belegsuche spezialisiert und übernimmt den kontrollierten Weg zurück in das jeweilige System.

Was bringt MCP in der Buchhaltung?

Du kannst deine echten Buchungen und Belege im KI-Chat auswerten, ohne Zahlen hineinzukopieren. Der Client fragt die Daten über eine autorisierte Verbindung ab, und aus einer Antwort kann direkt eine Aktion folgen — etwa eine Belegsuche für die Buchungen, denen noch ein Dokument fehlt.

Welche KI-Clients funktionieren mit dem belege.ai-MCP-Server?

Der Server ist standardkonform und lässt sich mit Claude, ChatGPT, Codex und Hermes Agent verbinden; die Autorisierung läuft jeweils über OAuth 2.1 mit PKCE. Der Datenzugriff ist überall gleich, nur Einrichtung und Bedienoberfläche unterscheiden sich je Client.

Ist der Zugriff read-only?

Der Datenzugriff ist lesend: freie schreibende SQL-Abfragen sind gesperrt und werden von Postgres abgewiesen. Zustandsändernd sind ausschließlich eng definierte Werkzeuge — eine Belegsuche starten, eine offene Rückfrage beantworten oder eine Buchung mit gespeicherter Begründung als „kein Beleg nötig“ markieren.

Kann ein anderer Nutzer über MCP meine Daten sehen?

Nein. Jede Abfrage läuft unter deiner Postgres-Identität, und Row-Level-Security begrenzt das Ergebnis auf dein Konto. Das gilt auch für den lesenden Datenzugriff des MCP-Servers.

Wie widerrufe ich den Zugriff?

Unter API-Tokens in deinem belege.ai-Konto. Der Zugang gilt genau so lange, wie du ihn erteilst — und der Widerruf betrifft nur die MCP-Verbindung, nicht deine übrigen Integrationen.

Erst Belege, dann Auswertung

Ein MCP-Zugriff ist nur so gut wie die Daten dahinter. belege.ai sorgt dafür, dass zu jeder Buchung ein Beleg da ist. Kostenlos starten, ohne Kreditkarte.

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