Im Zalando-Partnerprogramm bekommst du monatlich Geld und ein Dokument, das Zalando für dich ausgestellt hat. Wer das für eine Gebührenrechnung hält, bucht die Ausgangsseite falsch — es ist eine Selbstabrechnung über deine eigenen Verkäufe.
Zalando zahlt Partnern monatlich aus und liefert dazu eine detaillierte Abrechnung über Bestellungen, Retouren und retourenbezogene Erstattungen. Die Besonderheit liegt in der Rechnungsrichtung: Für die Verkäufe, bei denen Zalando als fiktiver Lieferer gilt, stellt Zalando die B2B-Rechnungen selbst aus — ein Gutschrift- beziehungsweise Self-Billing-Verfahren nach Artikel 136a der Mehrwertsteuersystemrichtlinie. Für die eigenen Melde- und Aufzeichnungspflichten bleibst du trotzdem verantwortlich. Die Datengrundlage liegt in zDirect: Provisionen, Bestell- und Verkaufsdaten, Sales-and-Returns-Report, die Settlement-Datei und, falls du Zalando Fulfillment Solutions nutzt, die zugehörigen Reports.
Auszahlung
Die Auszahlung erfolgt monatlich, gemeinsam mit der detaillierten Abrechnung über Bestellungen, Retouren und retourenbezogene manuelle Erstattungen. Einen allgemein veröffentlichten Auszahlungstag gibt es nicht — der konkrete Termin und die Zahlungsbedingungen stehen in deiner Partnervereinbarung. Für die Buchhaltung ist das eher komfortabel: eine Bankzeile pro Monat, ein Abrechnungsdokument dazu. Unangenehm wird es erst, wenn Retouren eines Monats die Verkäufe eines früheren Monats korrigieren — deshalb ist der Sales-and-Returns-Report und nicht die Bankzeile die Grundlage der Periodenzuordnung.
Gebühren
Die Hauptgebühr für die Plattformnutzung. Zalando veröffentlicht dafür keine Preisliste, und auch die Platform Rules enthalten keine Prozentzahl — die Sätze stehen in deiner Partnervereinbarung. Kursierende Spannen aus Blogs sind keine belastbare Grundlage für die Kalkulation.
Eigener Posten für die Zahlungsabwicklung, getrennt von der Marketplace Service Fee ausgewiesen.
Je nach Vertragsmodell fällt eine Grundgebühr an. Auch hier ist der Vertrag die Quelle, nicht eine öffentliche Preisseite.
Der größte Hebel im Fashion-Handel. Retouren und retourenbezogene Erstattungen erscheinen in der monatlichen Abrechnung und drehen Erlöse zurück, die in einem früheren Monat entstanden sind.
Wer die Logistik von Zalando nutzt, hat zusätzliche Gebühren mit eigenen Reports in zDirect. Sie gehören als Aufwand getrennt erfasst, nicht als Erlösminderung.
Belege
Kommt gemeinsam mit der Auszahlung und deckt Bestellungen, Retouren und retourenbezogene manuelle Erstattungen ab. Der zentrale Beleg zur Bankgutschrift.
Die Ebene darunter: Verkäufe und Retouren einzeln, mit den Daten, die für die Periodenzuordnung nötig sind.
Enthält die Kombinationen aus Typ und Subtyp, über die sich jede Position der Abrechnung einordnen lässt. Ohne sie bleibt unklar, welcher Posten Erlös, Gebühr oder Korrektur ist.
Die von Zalando in deinem Namen ausgestellten B2B-Rechnungen über die Verkäufe. Sie gehören zu deiner Ausgangsrechnungsablage, nicht zu den Eingangsrechnungen — auch wenn du sie nicht selbst geschrieben hast.
Umsatzsteuer
Das Gutschriftverfahren ist hier die eigentliche Buchhaltungsfrage: Zalando schreibt Rechnungen über deine Verkäufe, nicht nur über seine Gebühren.
In den Platform Rules stimmen Partner zu, dass Zalando für die als B2B eingestuften Verkäufe die Rechnungen im Sinne von Artikel 136a der Mehrwertsteuersystemrichtlinie selbst ausstellt — also Selbstabrechnung beziehungsweise Gutschrift, mit periodischen Verkaufsübersichten an dich. Für die Erfüllung deiner eigenen Melde- und Erklärungspflichten bleibst du zuständig. Zwei praktische Folgen: Erstens sind diese Dokumente Teil deiner Ausgangsrechnungsablage und unterliegen der Aufbewahrungspflicht, obwohl sie nicht aus deinem Rechnungsprogramm kommen. Zweitens musst du sie prüfen — bei einer Gutschrift trägt der Empfänger die Verantwortung dafür, einer falsch ausgewiesenen Steuer zu widersprechen. Wie die Zalando-Gebühren selbst umsatzsteuerlich behandelt werden, regeln die Platform Rules nicht; Zalando SE sitzt in Berlin, was für eine inländische Abrechnung spricht, aber verlassen solltest du dich darauf nicht. Prüfe deine konkrete Abrechnung und stimme sie einmal mit deinem Steuerberater ab, bevor du das Buchungsschema festlegst.
Wie die Steuerschuldnerschaft im Detail funktioniert, steht im Lexikon-Eintrag Reverse Charge; das Buchungsmuster im Ratgeber Marktplatz-Auszahlungen buchen.
Abstimmung
Portal-Agent
Für dieses Verkäuferportal gibt es keine eigene Anbindung — und wir behaupten auch keine. Was es gibt, ist der Browser-Agent: Du hinterlegst die Zugangsdaten einmal verschlüsselt, der Agent meldet sich damit an und lädt Abrechnungen und Gebührenrechnungen herunter, so wie bei jedem anderen Lieferantenportal. Ob ein bestimmtes Portal dabei glatt durchläuft, hängt am Portal; bei 2FA fragt der Agent im Chat nach dem Code.
Eine Zalando-Anbindung gibt es bei uns nicht. Was funktioniert: Zugangsdaten zu zDirect hinterlegen, dann holt der Browser-Agent die Finanzdokumente und Reports — oder du lädst die monatliche Abrechnung und die Settlement-Datei einmal im Monat hoch. Weil es bei Zalando ohnehin nur eine Auszahlung pro Monat gibt, ist der manuelle Weg hier vertretbar; wichtiger ist, dass die Selbstabrechnungs-Dokumente überhaupt in der Ablage landen. Genau darauf achtet belege.ai: Die Zalando-Gutschrift auf dem Bankkonto bleibt als offen markiert, bis der Beleg dazu vorliegt.
belege.ai ist keine Buchhaltungssoftware und ersetzt weder Lexware, sevDesk und DATEV noch deinen Steuerberater. Es übernimmt den Schritt davor: die Belege beschaffen, zuordnen und DATEV-fertig übergeben.
FAQ
Monatlich, gemeinsam mit einer detaillierten Abrechnung über Bestellungen, Retouren und retourenbezogene manuelle Erstattungen. Einen öffentlich festgelegten Auszahlungstag gibt es nicht — der konkrete Termin steht in deiner Partnervereinbarung.
Für die Verkäufe, bei denen Zalando als fiktiver Lieferer gilt, ja: Zalando stellt die B2B-Rechnungen im Selbstabrechnungsverfahren nach Artikel 136a der Mehrwertsteuersystemrichtlinie aus. Für deine eigenen Melde- und Erklärungspflichten bleibst du verantwortlich, und die Dokumente gehören in deine Ausgangsrechnungsablage.
Das lässt sich nicht seriös allgemein beantworten. Zalando veröffentlicht keine Preisliste, und die Platform Rules enthalten keine Prozentzahlen — die Sätze für Marketplace Service Fee, Payment Service Fee und Grundgebühr stehen in deiner Partnervereinbarung. Zahlen aus Blogartikeln sind für die Kalkulation unbrauchbar.
In zDirect. Dort liegen Provisionsdaten, Bestell- und Verkaufsdaten, der Sales-and-Returns-Report, die Settlement-Datei mit den Typ- und Subtyp-Kombinationen sowie die Finanzdokumente; bei Nutzung von Zalando Fulfillment Solutions zusätzlich die Fulfillment-Reports.
Das regeln die Platform Rules nicht ausdrücklich. Zalando SE sitzt in Berlin, was für eine inländische Abrechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer spricht — verlassen solltest du dich darauf aber nicht. Sieh in deine konkrete Abrechnung und kläre das Buchungsschema einmal mit deinem Steuerberater.
Eine Zalando-Integration gibt es nicht. Möglich sind der Browser-Agent mit deinen zDirect-Zugangsdaten und der Upload der Monatsabrechnung. Die Zuordnung der monatlichen Auszahlung zur Bankbuchung und die Erinnerung an fehlende Belege übernimmt belege.ai.
Quellen
Gebührensätze, Auszahlungsrhythmen und Portalpfade sind Plattformkonditionen und ändern sich. Die Angaben hier ersetzen keine Steuerberatung — sie sollen dir zeigen, welches Dokument du brauchst und wo es liegt.
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