OTTO führt ein Verrechnungskonto und gleicht es wöchentlich aus. Kommt dabei ein negativer Saldo heraus, folgt keine Auszahlung, sondern eine Lastschrift — eine Marktplatz-Zeile auf dem Bankkonto kann bei OTTO also auch eine Abbuchung sein.
OTTO Market rechnet über ein Verrechnungskonto ab: Erlöse, Provisionen, Payment-Gebühren, Grundgebühr und Retourenkorrekturen laufen darauf zusammen, und einmal pro Woche — immer donnerstags — werden alle fälligen Posten miteinander verrechnet. Je nach Saldo kommt es zur Auszahlung oder zur Lastschrift. Weil die Posten eine Fälligkeit von 14 Tagen haben, dauert es vom Verkauf bis zum Geldeingang typischerweise 14 bis 20 Tage. Die Gebührenrechnung stellt OTTO wöchentlich mittwochs für die Vorwoche aus und schickt sie per E-Mail als PDF und CSV; verrechnet wird sie am folgenden Donnerstag. Es ist eine Rechnung und kein Gutschriftverfahren.
Auszahlung
Einmal pro Woche, immer donnerstags, werden alle fälligen Posten des Verrechnungskontos gegeneinander aufgerechnet. Weil Forderungen erst 14 Tage nach Entstehung fällig werden und dann bis zum nächsten Donnerstag warten, liegen zwischen Verkauf und Geldeingang etwa 14 bis 20 Tage. Wichtig für die Abstimmung: Der Ausgleich kann in beide Richtungen gehen. Überwiegen in einer Woche Retouren, Korrekturen und Gebühren, zieht OTTO den Differenzbetrag per Lastschrift ein. Eine Marktplatz-Buchung auf dem Bankkonto ist bei OTTO also nicht zwingend ein Erlös.
Gebühren
Bemessungsgrundlage ist der Verkaufspreis inklusive Umsatzsteuer. Seit Oktober 2024 sind die Sätze in über fünfzehn Kategorien nach Preisstufen gestaffelt — in der Bekleidung etwa 17 Prozent bis 25 Euro, 16 Prozent bis 50 Euro, 15 Prozent bis 75 Euro und 14 Prozent darüber. Günstige Artikel tragen damit die höchste Quote.
Auf die Versandkosten berechnet OTTO separat 16 Prozent zuzüglich Umsatzsteuer. Versand ist damit auch hier kein durchlaufender Posten, sondern gebührenpflichtiger Umsatz.
Für die Zahlungsabwicklung. Sie ist Teil der Provisionslogik, wird aber separat abgerechnet und taucht als eigener Posten auf.
Eine monatliche Gebühr für die Teilnahme, zuletzt 99,90 Euro zuzüglich Umsatzsteuer. Ältere Onboarding-Unterlagen nennen noch einen niedrigeren Betrag — verlass dich auf deine Rechnung, nicht auf ein PDF von früher.
Eine Retoure führt zu einer Rechnungskorrektur mit eigener Fälligkeit. In der Buchhaltung ist das ein separater Beleg, nicht eine stille Minderung der ursprünglichen Rechnung.
Belege
OTTO stellt sie mittwochs für die Vorwoche aus und versendet sie per E-Mail als PDF und als CSV. Verrechnet wird sie am folgenden Donnerstag. Weil sie ins Postfach kommt, ist sie der am leichtesten zu automatisierende Marktplatzbeleg überhaupt.
Die Übersicht über Auszahlungen, verrechnete Gebühren und Provisionen. Hier findest du wieder, was in einer Donnerstags-Verrechnung enthalten war.
Eigene Belege mit eigener Fälligkeit. Sie erklären, warum eine Wochenverrechnung kleiner ausfällt als die Verkäufe der Woche — oder warum überhaupt eine Lastschrift kam.
Die Rechnung an den Endkunden kann OTTO im Namen des Händlers erstellen. Das betrifft ausschließlich die Ausgangsseite und ist nicht mit der Gebührenabrechnung zu verwechseln.
Umsatzsteuer
OTTO stellt die Gebühren als Rechnung mit deutscher Umsatzsteuer — kein Gutschriftverfahren, kein Reverse Charge.
Betreiberin ist die Otto GmbH & Co KGaA in Hamburg, die Zahlungen laufen über die OTTO Payments GmbH. Grundgebühr, Provision und Versandkostenprovision werden jeweils zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen; die Anbindung setzt eine gültige deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer voraus. Für dich heißt das: normale Eingangsrechnung, normaler Vorsteuerabzug, keine Reverse-Charge-Meldung. Verwechsle das nicht mit dem Punkt, an dem OTTO tatsächlich in deinem Namen handelt — das ist die Rechnungsstellung an den Endkunden, also die Ausgangsseite. Die Gebührenabrechnung dir gegenüber bleibt eine Rechnung von OTTO an dich. Wer OTTO für ein Gutschriftverfahren hält, sucht monatelang nach einem Beleg, den es in dieser Form nicht gibt.
Wie die Steuerschuldnerschaft im Detail funktioniert, steht im Lexikon-Eintrag Reverse Charge; das Buchungsmuster im Ratgeber Marktplatz-Auszahlungen buchen.
Abstimmung
Postfach & Upload
Für dieses Verkäuferportal gibt es keine eigene Anbindung — hier braucht es sie aber auch nicht, weil die Abrechnung von selbst per E-Mail kommt. Du verbindest dein Postfach (Gmail, Microsoft 365 oder IMAP) oder leitest die Mails an deine belege.ai-Adresse weiter; das Dokument wird erkannt, der Bankbuchung zugeordnet und revisionssicher abgelegt. Was nicht per Mail kommt, lädst du hoch oder lässt der Browser-Agent im Portal holen.
OTTO ist der angenehme Fall: Die wöchentliche Gebührenrechnung kommt als PDF und CSV per E-Mail. Verbinde dein Postfach oder leite die OTTO-Mails an deine belege.ai-Adresse weiter, dann landet jede Wochenrechnung automatisch in der Ablage und wird der Donnerstags-Verrechnung auf dem Bankkonto zugeordnet — inklusive der Lastschriften, die sonst gern unbelegt bleiben. Für die Auswertungen aus OTTO Partner Connect gilt der übliche Weg: Upload oder Browser-Agent mit deinen hinterlegten Zugangsdaten. Eine OTTO-Market-Schnittstelle nutzen wir nicht.
belege.ai ist keine Buchhaltungssoftware und ersetzt weder Lexware, sevDesk und DATEV noch deinen Steuerberater. Es übernimmt den Schritt davor: die Belege beschaffen, zuordnen und DATEV-fertig übergeben.
FAQ
Einmal pro Woche, immer donnerstags, werden alle fälligen Posten des Verrechnungskontos ausgeglichen. Da Forderungen 14 Tage Fälligkeit haben und dann bis zum nächsten Donnerstag warten, dauert es vom Verkauf bis zum Geldeingang typischerweise 14 bis 20 Tage.
Weil die wöchentliche Verrechnung in beide Richtungen geht. Überwiegen Retouren, Rechnungskorrekturen und Gebühren die Erlöse einer Woche, zieht OTTO den Differenzbetrag per Lastschrift ein. Das ist kein Fehler, sondern der Normalfall in retourenstarken Wochen — buchhalterisch ist es der Ausgleich des Verrechnungskontos, kein Aufwand.
Eine Rechnung, wöchentlich mittwochs für die Vorwoche, per E-Mail als PDF und CSV. Ein Gutschriftverfahren nach § 14 Abs. 2 UStG gibt es hier nicht. Dass OTTO in deinem Namen Rechnungen erstellt, betrifft ausschließlich die Belege an deine Endkunden.
Sie ist seit Oktober 2024 nach Preisstufen gestaffelt und je Kategorie unterschiedlich; in der Bekleidung reicht die Spanne von 17 Prozent bei Artikeln bis 25 Euro bis 14 Prozent bei Artikeln über 75 Euro. Bemessungsgrundlage ist der Verkaufspreis inklusive Umsatzsteuer. Auf die Versandkosten kommen separat 16 Prozent zuzüglich Umsatzsteuer, dazu eine Payment-Gebühr von 2,7 Prozent.
Ja. Betreiberin ist die Otto GmbH & Co KGaA in Hamburg, Grundgebühr und Provisionen werden zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen. Du buchst eine normale Eingangsrechnung und ziehst die Vorsteuer — Reverse Charge ist hier kein Thema.
Ja, über den Weg, den OTTO selbst vorgibt: Die Wochenrechnung kommt per E-Mail. Mit verbundenem Postfach oder per Weiterleitung wird sie automatisch erkannt, abgelegt und der Donnerstags-Buchung auf dem Bankkonto zugeordnet. Eine OTTO-Market-Schnittstelle nutzen wir nicht und behaupten wir nicht.
Quellen
Gebührensätze, Auszahlungsrhythmen und Portalpfade sind Plattformkonditionen und ändern sich. Die Angaben hier ersetzen keine Steuerberatung — sie sollen dir zeigen, welches Dokument du brauchst und wo es liegt.
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