Seit eBay die Zahlungen selbst abwickelt, gibt es keine getrennte PayPal-Zeile mehr. eBay zieht Verkaufsprovision, Angebots- und Werbekosten direkt vom Verkaufserlös ab und überweist den Rest gebündelt — als eine Zahl, die weder dein Umsatz noch dein Aufwand ist.
Bei der Zahlungsabwicklung über eBay landen Käuferzahlungen zunächst auf deinem eBay-Verkäuferkonto. eBay zieht davon Verkaufsprovisionen, Angebots- und Zusatzoptionsgebühren, Anzeigenkosten und Shop-Abos ab und überweist den Saldo nach dem Auszahlungsplan, den du gewählt hast: täglich als Standard, wahlweise wöchentlich, 14-täglich oder monatlich. Der Beleg dazu ist nicht die Bankzeile, sondern der Auszahlungsbericht im Verkäufer-Cockpit Pro plus die Gebührenrechnung. Vertragspartner für Nutzer mit Sitz in der EU ist die eBay GmbH in Kleinmachnow — die Gebühren werden deutschen gewerblichen Verkäufern deshalb grundsätzlich mit deutscher Umsatzsteuer berechnet.
Auszahlung
Der Auszahlungsplan ist wählbar. Standard ist täglich: Alle Beträge, die in den letzten 24 Stunden als auszahlbar markiert wurden, gehen raus. Wöchentlich wird dienstags für die Vorwoche eingeleitet, 14-täglich jeden zweiten Dienstag für die zwei Wochen davor, und es gibt zusätzlich eine monatliche Einstellung. Wer nicht täglich abrechnet, kann Auszahlungen jederzeit auf Abruf anstoßen. Zwischen Käuferzahlung und Auszahlbarkeit liegt zusätzlich eine Verfügbarkeitsfrist — Geld aus einer Bestellung ist nicht sofort auszahlbar. Für die Buchhaltung heißt das: Zahlungseingang beim Kunden und Gutschrift auf deinem Konto liegen systematisch auseinander, und ein fester Plan macht die Abstimmung deutlich einfacher als Abrufe von Hand.
Gebühren
Der Hauptposten: ein kategorieabhängiger Prozentsatz auf den Gesamtbetrag der Bestellung — Artikelpreis, Bearbeitungsgebühren, der vom Käufer gewählte Versand und die Umsatzsteuer — zuzüglich einer festen Gebühr je Bestellung, in den meisten Kategorien 0,35 Euro. Der Anteil für die Zahlungsabwicklung ist darin enthalten; eine separate Payment-Gebühr wie früher bei PayPal gibt es nicht mehr.
Fallen für das Einstellen und für Zusatzoptionen an, unabhängig davon, ob der Artikel verkauft wird. Sie erscheinen auf der Gebührenrechnung, nicht in der einzelnen Bestellung.
Werbekosten werden als Prozentsatz des Verkaufspreises oder als Budget abgerechnet und ebenfalls vor der Auszahlung einbehalten.
Monatliche oder jährliche Grundgebühr für den eBay-Shop. Ein eigener Aufwand, der nicht mit einer einzelnen Bestellung zusammenhängt.
Erstattungen mindern den Erlös im Zeitraum, in dem sie anfallen. Der Verkauf kann Monate früher liegen — für die Abgrenzung zählt der Bericht, nicht die Zahlung.
Belege
Im Verkäufer-Cockpit Pro unter Zahlungen. Er zeigt je Auszahlung, welche Bestellungen, Gebühren und Erstattungen darin enthalten sind — das Gegenstück zur Bankgutschrift. Dort änderst du auch Bankkonto und Auszahlungsintervall.
Ebenfalls im Bereich Zahlungen. Er listet die einzelnen Bewegungen des Verkäuferkontos und ist der Weg, eine bestimmte Gebühr oder Erstattung wiederzufinden.
Die Rechnung über die eBay-Gebühren ist ein eigener Beleg im Verkäuferkonto. Sie ist das Dokument für den Vorsteuerabzug beziehungsweise für die Reverse-Charge-Meldung — der Auszahlungsbericht ersetzt sie nicht.
Umsatzsteuer
eBay ist für EU-Nutzer ein deutscher Vertragspartner: Vertragspartei ist die eBay GmbH in Kleinmachnow, und die Gebühren enthalten für in Deutschland ansässige Nutzer deutsche Umsatzsteuer.
Lange galt die pauschale Regel, Marktplatzgebühren kämen aus dem EU-Ausland und liefen deshalb über Reverse Charge. Für eBay stimmt das nicht: Vertragspartner für Nutzer mit Sitz oder Wohnsitz in der EU ist die eBay GmbH in Kleinmachnow — die Schweizer eBay Marketplaces GmbH ist nur für Nutzer außerhalb der EU zuständig, und die luxemburgische eBay S.à r.l. ist der Zahlungsdienst, nicht der Rechnungssteller für die Gebühren. Weil eBay damit in Deutschland ansässig ist, wird gewerblichen Verkäufern aus Deutschland seit Mai 2018 deutsche Umsatzsteuer auf die Gebühren berechnet; du ziehst sie bei Vorsteuerabzugsberechtigung ganz normal als Vorsteuer. Zur Rolle der hinterlegten USt-IdNr. finden sich in eBays eigenen Hilfetexten allerdings Aussagen, die sich nicht restlos auflösen lassen. Verlass dich deshalb nicht auf die Faustregel, sondern auf deine eigene Gebührenrechnung: Ist Umsatzsteuer ausgewiesen, ziehst du Vorsteuer. Steht stattdessen ein Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers darauf, meldest du sie nach § 13b UStG selbst an — für Kleinunternehmer der teure Fall, weil sie schulden, aber nicht abziehen dürfen.
Wie die Steuerschuldnerschaft im Detail funktioniert, steht im Lexikon-Eintrag Reverse Charge; das Buchungsmuster im Ratgeber Marktplatz-Auszahlungen buchen.
Abstimmung
Portal-Agent
Für dieses Verkäuferportal gibt es keine eigene Anbindung — und wir behaupten auch keine. Was es gibt, ist der Browser-Agent: Du hinterlegst die Zugangsdaten einmal verschlüsselt, der Agent meldet sich damit an und lädt Abrechnungen und Gebührenrechnungen herunter, so wie bei jedem anderen Lieferantenportal. Ob ein bestimmtes Portal dabei glatt durchläuft, hängt am Portal; bei 2FA fragt der Agent im Chat nach dem Code.
Eine eBay-spezifische Anbindung gibt es bei uns nicht. Was funktioniert: Der Browser-Agent meldet sich mit deinen hinterlegten Zugangsdaten im Verkäuferkonto an und lädt Auszahlungsberichte und Gebührenrechnungen herunter; alternativ leitest du die eBay-Abrechnungsmails an dein belege.ai-Postfach weiter oder lädst die Exporte hoch. Die eBay-Auszahlung auf dem Bankkonto erkennt belege.ai in jedem Fall und hält die Buchung so lange als offen, bis der Beleg dazu vorliegt.
belege.ai ist keine Buchhaltungssoftware und ersetzt weder Lexware, sevDesk und DATEV noch deinen Steuerberater. Es übernimmt den Schritt davor: die Belege beschaffen, zuordnen und DATEV-fertig übergeben.
FAQ
Weil eBay Verkaufsprovision, Angebots- und Werbekosten sowie das Shop-Abo vom Erlös abzieht, bevor überwiesen wird. Dazu kommen Erstattungen und Verfügbarkeitsfristen. Der Auszahlungsbericht im Verkäufer-Cockpit schlüsselt jede Auszahlung auf.
Das bestimmst du über den Auszahlungsplan im Verkäufer-Cockpit. Standard ist täglich; wählbar sind außerdem wöchentlich (dienstags für die Vorwoche), 14-täglich (jeden zweiten Dienstag) und monatlich. Bei den gebündelten Plänen kannst du zusätzlich jederzeit eine Auszahlung auf Abruf anstoßen. Für die Buchhaltung ist ein fester Rhythmus praktischer, weil sich Auszahlung und Bericht dann sauber paaren lassen.
Im Verkäuferkonto bei den Rechnungen und Gebühren. Sie ist ein eigenständiger Beleg und wird nicht mit dem Auszahlungsbericht zusammen geliefert. Beide gehören in die Belegablage — acht Jahre, unveränderbar.
In aller Regel ja. Vertragspartner für EU-Nutzer ist die eBay GmbH in Kleinmachnow, und für in Deutschland ansässige Nutzer enthalten die Gebühren deutsche Umsatzsteuer — Reverse Charge ist hier also nicht der Normalfall, anders als die verbreitete Marktplatz-Faustregel nahelegt. Prüfe trotzdem die konkrete Rechnung: ausgewiesene Umsatzsteuer heißt normaler Vorsteuerabzug, ein Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers heißt Reverse Charge nach § 13b UStG.
Brutto, also in Höhe dessen, was der Käufer gezahlt hat. Die Provision ist eine eigene Leistung von eBay an dich und wird getrennt als Aufwand gebucht. Netto zu buchen kürzt Umsatz und Aufwand zugleich und bringt die Umsatzsteuer durcheinander.
Es gibt keine eBay-Integration bei uns. Der Browser-Agent kann sich mit deinen hinterlegten Zugangsdaten anmelden und die Berichte ziehen, wie bei jedem anderen Portal; ebenso funktionieren Weiterleitung und Upload. Die Zuordnung zur Bankbuchung und die Lückenkontrolle übernimmt belege.ai unabhängig vom Beschaffungsweg.
Quellen
Gebührensätze, Auszahlungsrhythmen und Portalpfade sind Plattformkonditionen und ändern sich. Die Angaben hier ersetzen keine Steuerberatung — sie sollen dir zeigen, welches Dokument du brauchst und wo es liegt.
Auszahlung auf dem Konto erkannt, Abrechnung beschafft, Gebührenrechnung dazu, alles DATEV-fertig übergeben. Kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
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