Zahlungsnachweis · Vorlage

Zahlungsnachweis-Vorlage
kostenlos als PDF & Excel

Belege, dass gezahlt wurde – wann, an wen, auf welchem Weg. Als PDF zum Ausdrucken oder als Excel. Für die Fälle, in denen weder Quittung noch Kontoauszug den Vorgang abbilden. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Ein Zahlungsnachweis dokumentiert den Geldfluss: dass, wann und an wen gezahlt wurde. Die Rechnung belegt dagegen die Leistung – erst beide zusammen ergeben die vollständige Belegkette. Mehr im Lexikon-Eintrag Zahlungsnachweis.

Abgrenzung

Quittung, Kontoauszug, Bestätigung,
drei Wege, dasselbe zu belegen

vom Empfänger

Quittung

Das schriftliche Empfangsbekenntnis, das der Gläubiger auf Verlangen ausstellen muss (§ 368 BGB). Der klassische Nachweis bei Barzahlung – unterschrieben, mit Betrag, Datum und Grund. Bis 250 Euro brutto kann sie zugleich Kleinbetragsrechnung sein.

von der Bank

Kontoauszug

Der stärkste Nachweis für unbare Zahlungen, weil er von einem Dritten stammt und nicht nachträglich geändert werden kann. Er zeigt aber nur Empfänger, Betrag und Datum – welche Leistung dahintersteht, sagt er nicht.

diese Vorlage

Zahlungsbestätigung

Für alles dazwischen: Barzahlung ohne Quittung, Auslage durch Mitarbeiter, Zahlung über Dritte, Verrechnung oder Ratenzahlung. Vom Empfänger unterschrieben ist sie ein Fremdbeleg – ohne Unterschrift bleibt sie ein Eigenbeleg.

Faustregel: Quittung und Kontoauszug sind Zahlungsnachweise, die es schon gibt. Die Vorlage unten brauchst du erst, wenn beides fehlt – dann schreibst du den Nachweis selbst und lässt ihn vom Empfänger unterschreiben.

Wofür

Wann er wirklich zählt,
und wo seine Grenze liegt

Da entscheidet die Zahlung

  • Handwerker- und haushaltsnahe Leistungen: § 35a Abs. 5 Satz 3 EStG verlangt eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Erbringers – bar bezahlt gibt es die Steuerermäßigung nicht, auch mit Quittung nicht
  • Anzahlungen: Die Vorsteuer ist erst abziehbar, wenn die Rechnung vorliegt und die Zahlung geleistet wurde (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 UStG)
  • Einnahmenüberschussrechnung: Über das Jahr der Betriebsausgabe entscheidet der Abfluss, also das Zahlungsdatum (§ 11 EStG)
  • Skonto, Teilzahlung, Rücklastschrift: Nur die Zahlung zeigt, was am Ende tatsächlich geflossen ist
  • Betriebsprüfung: Zu jeder Buchung gehört ein Beleg – der Zahlungsnachweis schließt die Kette zwischen Rechnung und Bankumsatz (GoBD Rz. 61, § 146 AO)

Das kann er nicht

  • Er ersetzt keine Rechnung: Ohne Rechnung nach §§ 14, 14a UStG gibt es keinen Vorsteuerabzug (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 UStG)
  • Er belegt keine betriebliche Veranlassung – ein Betrag auf dem Kontoauszug sagt nichts über den Anlass
  • Er ersetzt keinen Bewirtungsbeleg: Dort verlangt § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG die Rechnung des Bewirtungsbetriebs
  • Selbst ausgestellt und nicht gegengezeichnet ist er ein Eigenbeleg und wird auch so gewertet
  • Ein Screenshot aus dem Onlinebanking ist schwächer als der Auszug selbst – nimm den echten Auszug, wenn du ihn bekommst

Fehlt zusätzlich die Rechnung, ist der Zahlungsnachweis die wichtigste Stütze für einen Ersatzbeleg: Er macht Empfänger, Betrag und Datum objektiv nachprüfbar, während du nur noch den Anlass ergänzen musst.

So füllst du sie aus

Zahlungsnachweis in drei Schritten

1

Angaben eintragen

Zahler, Empfänger, Betrag, Zahlungsdatum und Zahlungsweg – bar, Überweisung oder Karte – dazu der Verwendungszweck mit Rechnungs- oder Belegnummer.

2

Unterschreiben lassen

Der Empfänger bestätigt den Erhalt mit Ort, Datum und Unterschrift. Damit wird aus dem selbst geschriebenen Zettel ein Fremdbeleg.

3

Belegkette schließen

Zusammen mit Rechnung und Kontoauszug ablegen und der Buchung zuordnen – dann ist der Vorgang vollständig nachgewiesen.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Zahlungsnachweis?

Ein Beleg, der den Geldfluss dokumentiert: dass, wann, an wen und auf welchem Weg gezahlt wurde. Typisch sind Kontoauszug, Kartenabrechnung, quittierter Barbeleg oder eine unterschriebene Zahlungsbestätigung.

Reicht der Kontoauszug als Zahlungsnachweis?

Für den Geldfluss ja – er stammt von einem Dritten und ist damit besonders belastbar. Er ersetzt aber nicht die Rechnung: Welche Leistung bezahlt wurde und ob sie betrieblich war, geht aus ihm nicht hervor.

Was ist der Unterschied zwischen Quittung und Zahlungsnachweis?

Die Quittung ist ein besonderer Zahlungsnachweis: das schriftliche Empfangsbekenntnis, das der Empfänger auf Verlangen ausstellen muss (§ 368 BGB). Zahlungsnachweis ist der Oberbegriff und umfasst auch Kontoauszug, Kartenabrechnung und Zahlungsbestätigung.

Wann verlangt das Finanzamt zwingend einen Zahlungsnachweis?

Bei Handwerker- und haushaltsnahen Leistungen nach § 35a EStG – dort ist die unbare Zahlung auf das Konto des Erbringers Voraussetzung – und beim Vorsteuerabzug aus Anzahlungen, der erst mit der geleisteten Zahlung entsteht.

Kann ich mir selbst einen Zahlungsnachweis ausstellen?

Ja, aber ohne Unterschrift des Empfängers ist er ein Eigenbeleg und wird entsprechend zurückhaltend gewertet. Lass die Bestätigung möglichst gegenzeichnen oder hänge den Kontoauszug an.

Ist die Vorlage kostenlos?

Ja. PDF und Excel kannst du ohne Anmeldung herunterladen und beliebig oft verwenden.

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