Zähl deinen Bestand zum Stichtag und halte ihn prüfungsfest fest — als PDF zum Ausdrucken oder als Excel mit Wertsumme. Grundlage für das Inventar nach § 240 HGB. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Die Inventurliste ist das Zählprotokoll der körperlichen Bestandsaufnahme: Sie hält je Position fest, was am Stichtag tatsächlich da war. Aus den Listen entsteht das Inventar, das jeder Kaufmann zum Schluss eines jeden Geschäftsjahrs aufstellen muss (§ 240 Abs. 2 HGB). Mehr dazu im Lexikon-Eintrag Inventur. Wer den Gewinn dagegen per Einnahmenüberschussrechnung ermittelt, braucht grundsätzlich keine Inventur.
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Pflichtangaben
Eintragungen dürfen später nicht so verändert werden, dass der ursprüngliche Inhalt nicht mehr feststellbar ist (§ 146 Abs. 4 AO). Also kein Bleistift und kein Überschreiben: Korrekturen werden durchgestrichen, daneben neu eingetragen und mit Kürzel und Datum versehen.
Bewertung
Halte in der Liste fest, wie du bewertet hast — nachträglich lässt sich ein Wertansatz kaum noch begründen. Die Vorlage lässt dafür Platz in der Kopfzeile jeder Seite.
Stichtag & Aufbewahrung
Die Inventur klärt, was im Lager liegt — nicht, ob zu jeder Zahlung des Jahres ein Beleg da ist. Das ist die zweite Baustelle zum Jahresende, und die teurere: Ohne Beleg kein Betriebsausgabenabzug. Wie du die Lücken systematisch schließt, steht in Fehlende Belege vor dem Jahresabschluss finden.
So zählst du
Zähltag bestimmen, Lager in klar abgegrenzte Bereiche aufteilen und je Bereich eine nummerierte Liste vorbereiten.
Menge, Einheit und Zustand je Position eintragen, Einzelwert ansetzen, Gesamtwert bilden — jede Liste wird unterschrieben.
Listen zum Inventar zusammenführen, Bewertung und Abweichungen dokumentieren und zehn Jahre aufbewahren.
FAQ
Jeder Kaufmann, der bilanziert — zu Beginn des Handelsgewerbes und zum Schluss jedes Geschäftsjahrs (§ 240 HGB). Steuerlich verpflichtet § 141 AO gewerbliche Unternehmer zusätzlich zu Büchern und jährlichen Bestandsaufnahmen, wenn der Gesamtumsatz mehr als 800.000 Euro oder der Gewinn mehr als 80.000 Euro beträgt; die Pflicht beginnt erst mit dem Wirtschaftsjahr, das auf die Mitteilung des Finanzamts folgt. Einzelkaufleute können unter den Schwellen des § 241a HGB befreit sein.
Nein. Neben der Stichtagsinventur erlaubt § 241 HGB die verlegte Inventur an einem Tag innerhalb der letzten drei Monate vor oder der ersten beiden Monate nach dem Geschäftsjahresende — mit Fortschreibung oder Rückrechnung auf den Stichtag — sowie die permanente Inventur und die Stichprobeninventur.
Höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 253 Abs. 1 HGB). Für Vorräte gilt zusätzlich der niedrigere Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag (§ 253 Abs. 4 HGB). Gleichartige Positionen darfst du mit dem gewogenen Durchschnittswert zusammenfassen (§ 240 Abs. 4 HGB).
Inventare zehn Jahre, Buchungsbelege acht Jahre (§ 147 Abs. 3 AO). Die Frist läuft ab dem Ende des Kalenderjahrs, in dem die Unterlage entstanden ist.
Grundsätzlich nein — die Einnahmenüberschussrechnung kennt keinen Bestandsvergleich. Relevant wird die Bestandsaufnahme, sobald du zur Bilanzierung wechselst, etwa weil die Grenzen des § 141 AO überschritten sind.
Beides fällt zum Jahreswechsel an. Die Inventur klärt den Bestand, die Belegsuche den Betriebsausgabenabzug: Zu jeder Zahlung muss ein Beleg vorliegen, sonst ist die Ausgabe steuerlich nicht abziehbar. Genau dafür geht belege.ai deine Buchungen durch und sucht die fehlenden Rechnungen in Postfächern und Portalen.
Die Inventur erledigt den Bestand — belege.ai die andere Jahresend-Baustelle: Es geht deine Zahlungen durch, sucht die fehlenden Rechnungen in Postfächern und Portalen und übergibt den Monat vollständig an den Steuerberater. Kostenlos starten.
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